Biographie des MVS
1. Teil 1964-1976
|
Jahr
|
Ereignis
|
Kommentar
|
|
1964
|
Geburt
|
Am kleinen Kiel
in Kiel (nicht der Hauptstadt des Vertrauens) als Matthias Christoph Krüger
geboren. Stern:
Löwe und Kadaver. Drittes und jüngstes Kind
|
|
1965
|
Erste Schifffahrt
|
Mit Prinzessin
Kristina nach Dänemark in einem deutschen
Kinderwagen
|
| 1966 |
Werde zwei Jahre
alt |
Deutschland verliert
in Wembley mit 2:4 n.V. durch das Lattentor von Hurst |
|
1967
|
Umzug
|
Familie siedelt
für mich völlig unverhofft, aber zum Glück auch unbemerkt
nach Rellingen bei Hamburg um
|
|
1968
|
Erste Freundin
|
Ich verliebe
mich Hals über Kopf in meinen zehnjährigen weiblichen Babysitter
|
|
1969
|
Erneuter Umzug
|
Wir beziehen
ein Reihenhaus
in dieser reichen
Gemeinde bei Pinneberg. Zum Glück der letzte Umzug meiner Kindheit.
Ich wäre sonst verrückt geworden
|
|
1970
|
Einschulung
|
Die Schultüte
ist größer als mein Kopf. Ich habe eine riesen Zahnlücke
in der das ganze Unrecht dieser Schulwelt beginnt zu hausen. Meine Mutter
fotografiert mich vor unserer karg bepflanzten Haustür. Sieht aus
wie ein Herbst in Wilhelmsburg
|
|
1971
|
Lehrerin
|
Natürlich
verliebe ich mich auch in meine Lehrerin. Sie ist groß und hat einen
entsetzlichen Mundgeruch. Beim Eckenstehen findet sie mich allererste Klasse
|
|
1972
|
Französin
|
Meine siebzehnjährige
Schwester hatte eine französische Austauschschülerin zu Besuch.
Die ist so unsagbar frech, daß ich es nicht fassen kann. Es gab noch
kein Frühstücksfernsehen damals, was ich angesichts der Olympiade
in München schändlich fand.
|
|
1973
|
Operation
|
Mir wird alles
rausgenommen, was sich hinter meiner Fresse verbirgt. Machte mich nicht
mundtot. Schrieb erste Aufsätze in der Schule, die als bemerkenswert
phantasievoll und somit als Scheiße bewertet wurden
|
|
1974
|
Das erste Tor
|
Auf dem Flur
in der Rellinger Grundschule kreiere ich angesichts des 0:0 zwischen Brasilien
und Jugoslawien den Satz. Die Deutschen schießen immer das erste
Tor. Es sollte Paul Breitner gegen Chile sein, der meine Theorie leider
bestätigte
|
|
1975
|
Freundeskreise
|
Auf dem Weg
zum Sport entdecke ich im Schaufenster eines kleinen Kiosk die Freundeskreise
junger Frauen und war sehr neugierig geworden, was passiert, wenn mensch
da anfasst
|
|
1976
|
Tod der Großmutter
|
Meine letzte
und liebste Oma stirbt und ich bin sehr verzagt
|