Zur Hauptseite

Zurück zur Hauptseite der Foto-Tour

 

Reisetagebuch Viersen - Remscheid

Eingefügt in die Enge, ausgefahren aus der Stadt. Nun sitze ich hier. Der Sonnenball hat sich in die Elbe gesenkt, in aller Ruhe schien er das tun zu wollen. Und im IC habe ich einen Tisch auf dem das Notebook steht und ich schreiben kann. Es scheint sich zu fügen, mir zu genügen. Bis zuletzt beobachtete ich noch das Treiben im Forum, doch dann musste ich es verlassen. Der Zug rauscht in die Dämmerung. Unaufhaltsam entgegen meiner ersten Lesung als Autor im Rahmen einer Anthologie. Wer wäre ich denn, würde ich dies nicht sogleich aufgreifen!? Ein fürwahr Unglaubwürd wäre ich, jawoll. Aufm Weg dahin, zur Lesung am morgigen Freitag gleite ich aber per kontingentierten „Guten-Abend-Ticket“ nach Viersen zu meinem alten Freund Schorsch, der mir laut eigenen Aussagen seit Montag bereits Bier kalt gestellt hat. Nun, da ist ja auch noch seine Freundin B., wohl Beti oder Betty genannt die ich kennen lernen soll und die ich nun in knapp vier Stunden vor mir sehen werde in ganzer Pracht wahrscheinlich. Daneben die Pracht des mit Sicherheit rasierten neuen Schorsch mit unkaputten Zähnen. Es ist das Ende eines Zeitsprungs. Aus dem ehemaligen Schlumpf ist ein verantwortungsvoller Frauenheld geworden. Jaja, so isses wohl, aber wir werden ja sehen. Und es ist mir eine Freude euch hier diese ganze Herrlichkeit beinahe unmittelbar erzählen zu dürfen. 

Mir gegenüber im Zug sitzt ein gnadenloser Dummbatz, der nicht einmal die Miene verzieht. Wahrscheinlich reist er zu viel und am Bart zupfende, langhaarige Pennbrüder, die in ihr Notebook hacken, sind für ihn völlig normal. Mir tut nur seine Frau leid, die er vermutlich nicht hat. Denn dieser Mann ist Junggeselle und möchte mit Vorurteilen begossen werden. Nur gespannt bin ich ehrlich gesagt, was jetzt im Vier W Forum passiert, wo ich ihm jetzt doch entgleite, irgendwie davon fahre und das Brett auf meinem Bett, wo sonst immer das Notebook draufsteht ist auch nicht mehr da. Ich muss es ja wohl nicht erläutern, für mich ist Reisen immer viel Besonderer als für die meisten Menschen. Aber ich habe Hamburg verlassen und bin jetzt auf dem Weg nach Viersen, dem Niederrheinischen Reibekuchenland, wo diese Köstlichkeiten wie Erdbeerküchlein auf den Bäumen in den Fußgängerzonen wachsen. Ist wirklich so. 

Dann werde ich sinnieren, ein wenig über die Freiheit an sich und die Großzügigkeit des Menschenschlages erzählen, mir an den Magen fassen und Abends mit Schorsch, der mir als Chauffeur dient nach Remscheid fahren, allein um dort die großartige Nicole Rensmann, Angela Wagner, Steve Comes und den Märchenerzählerfreund den berühmten Elmar Gunsch kennen zu lernen, der uns „Gedanken im Sturm – Erprobte“ moderieren wird. Die Nacht legt sich aalend über Bremen, zügig wolkig, rumplig und ich ziehe im Zug weiter. 

Bekannt aus Funk und Fernsehen sagt mensch im Allgemeinen. Da aber ja das Buch einem guten Zwecke dient, dient es hoffentlich der Sache den freundlichen Promi  Gunsch voran zu stellen. In RP Online ist das geschehen und meine alte Freundin Barbara – hachja wir kennen uns nächsten Sommer nun auch schon zwanzig Jahre – will auch kommen. Aus Köln. Jetzt nehme ich mich hier mal ganz im Ganzen vor meinem Notebook und diesem Dummbatz und sage – nun bin ich also Autor. Autor sein heißt ja nicht nur zu Veröffentlichen, sonst viel mehr noch nach Außen hin diesen Eindruck zu vermitteln. Wenn ich ganz tief in mich hinein horch ist es ein Glückskeksgefühl. So ein Gefühl gibt es natürlich nicht, denn es ist eine Erfindung des Autoren Matthias von Schramm – aber das macht es ja auch aus glaube ich. Übrings habe ich mir vor der Reise den Bart gestutzt. Das ist nicht wegen dem öffentlichen Auftritt – und dies sage ich mit besonderem Hinweis zu den Frauen im vier w Forum, denen ich Texte widme – sondern damit ich vor mir selbst so dastehe, dass ich sagen kann, ich habe was getan. Also ist es letztlich doch wegen diesem öffentlichen Auftritt ihr Schnuten. 

Und ach ja, liebe Ninja, ich habe kein Jackett mitgenommen, ist viel zu warm menno.  

Ich denke, es gilt sich reisend darauf vorzubereiten quasi authentisch zu wirken und dennoch lieb, wenn’s gewünscht ist.  

Wohnen werde ich im übrigen in Bettys Wohnung, welche über einem Handyladen ist und neben Schorsch seiner legendären Sparkassenbaustelle, dessen Dokumentation Berühmtheit erlangte. Ich hoffe, es wird viele Fotos geben, dieser Schorsch hat ja ne Kamera Digitales. Dazu wohl mehr und sicher auch morgen erst viel mehr, denn heute nacht wird es sicher noch viel rheinisches Bier geben und Betty kocht angeblich zu jeder Zeit gnadenlos los. 

29.08.2002 21:17:18

  

Guten Morgen, heraus aus der Enge jeglicher Zugabteile – hinein in das Leben danach. Es ist viel geschehen, denn gestern war es mir nicht möglich das Tagebuch fortzuführen. Es ist Samstag Morgen. Die fleißigen Jungs von der Sparkassenbaustalle tun ihr möglichstes, dass ich mich wach genug fühle jetzt weiter schreiben zu können.  

In der Nacht meines Ankommens in Viersen gab es viele private Lesungen. Leuchtfeuer aus der eigenen Geschichte, stundenlang gezündet und mit Lachsalven bis morgens um sechs versehen – sowohl von Beti, wie auch von Schorsch. Zur Familie gehört noch ein fast blinder Hund, der aber meistens zur Literatur schweigt, zumindest zu der eines übenden Vorlesers MVS. Diese Nacht ging also bis sechs Uhr, eher ungünstig, dass Beti um acht zur Arbeit musste, aber zum Schlaf kam ich auch nicht recht. Nach mehr als einem Fässchen Bier, zwei soften Rinnsalen an Gras, die ja angeblich dem Dichter das nötige Benzin sind zum Sein (wie gesagt es kommt ja auf die Darstellung des Schreiberlings nach Außen an) ist das auch kein Wunder, ähnlich wie Erschöpfung kein Wunder ist. Dies wusste schon ein gewisser Ernst Huberty im Halbfinale Italien-Deutschland 1970, mensch erinnere sich hin und wieder gerne. 

Muss beiläufig sagen, die selbstgebastelte Regionalbahn von Duisburg nach Viersen hat sich sehr entwickelt, denn nun ist zu lesen, wo sich der Zug befindet. Das wurde vor zwei Jahren noch nicht für nötig gehalten, zu einer Zeit, als ich das letzte Mal Viersen bereiste. Schorsch war rasiert, jedoch mit Hund und aus einem VW Polo Jahrgang 1981 war einer Jahrgang 1988 geworden. Menschen wachsen halt, auch wenn sie ihre Bärte schneiden.  

Mit Max wurde ein disziplinierter Gassigang durch die Süchtelner Innenstadt nötig. Max ist dieser nach Menschenjahren 104jährige Hund. Süchteln ist Schorschs berühmt dokumentiertes Stadtteil Viersens. Die Baustelle, so beeindruckend sie auch sein mag, so ist sie doch in der Hauptsache laut und das kann mitunter den Eindruck vermitteln: Originalität ist nicht alles. Dennoch trauen wir uns bei diesem Od zu frühstücken. Sehr lecker tun wir das und passend zur Situation gibt es strammen Max. Ich erwähne hier auch Einstein, die Hündin des Wirtes an der Baustelle, die eine große Liebe von Max darstellt, insbesondere sich aber darüber definiert, bei Beti und Schorsch Spezereien wie Küchenabfälle oder Frikadellenreste zu erstehen. 

Ein ausgiebiger Spaziergang ins wirklich sehr Grüne an die Niers rundet die Vorbereitungen auf den Ausflug nach Remscheid ab. Um 17 Uhr machen wir uns, der Schorsch und ich auf den Weg. Nun wäre es schön gewesen auf der Reise dorthin viel Vertraute erwarten zu können, aber das war natürlich nicht möglich. Die wohlwollende Milde in Madonnas Gesicht beispielsweise hätte mir gut getan, die Altmeisterin des Ziegenbart ziehen gibt mir einen ruhigen Stand, eine Mitte quasi. Nicht minder gern hätte ich den großen Kämpen Michael an meiner Seite gehabt, einen fürwahr engagierten Rezitator unserer Anthologie „Gedanken im Sturm“. Aus dem ehemaligen Pullover mit Haaren ist etwas erwachsen, was nur im nächsten persönlichen Gespräch verifiziert werden kann. Ich schweife ab. 

Unendlich scheint das Wuppertal an das als Po Remscheid dranhängt. Das bergische Land hat Gassenenge, Gassenhauer weniger, denn es ist ruhig. Irgendwann nach abschüssigen 18% den bereits erklommenen Berg hinunter steht still und verwunschen die nach den Beschreibungen Nicole Rensmanns unverkennbare Denkerschmette. Schmette kommt von Schmiede, wie wir später erfahren.  

Elmar Gunsch lauscht MVS konzentriert

Matthias von Schramm liest "Zwillingstürme" - (von links: Nicole Rensmann, Steve Comes, (verdeckt Betty Schmidt), Matthias von Schramm, Elmar Gunsch)

Wir sind die ersten, es ist halb sieben, als Autor sind Getränke für mich gratis und ich lasse mich kühn zu einem großen Glas Wasser hinreißen. Der Wirt im weißen Hemd ist ein herzhafter Mann, der die Wohnzimmeratmosphäre der Lokalität vorstellt. Ein langer Biertisch an einer Fensterfront. Acht Stühle dahinter, zwei an der Seite. Später wird in der Mitte Elmar Gunsch Platz nehmen, rechts neben ihm ein gewisser Matthias von Schramm.  

Nach einer Weile trifft Achim Friker mit Begleitung ein. Ein freundlicher Herr, vielleicht zehn Jahre älter als ich, seinem Antlitz nach Raumfahrt engagierter Physiker. Dieser Mann ist verfechter der alten Rechtschreibung und davor gehört teilweise der Hut gezogen. Ich bin in grün gehalten und warte ab. Dann erscheint Nicole Rensmann mit Mann und einem Berg von Prospekten und neuen Büchern. „Gedanken im Sturm“ schien vergriffen, neugedruckte Exemplare konnten ausgelegt werden. Bald lerne ich auch meine Mitherausgeber im Komplettpack kennen. Steve Comes, der junge hochaufgeschossen Bursche aus Köln kommt im Anzug, Angela Wagner hält sich dunkel und Nicole Rensmann elegant und schwarz. Wir sind auf Anhieb die Verbündeten unserer gemeinsamen Arbeit. Das Verstehen ist da, ohne die anderen je gesehen zu haben.  

Bis auf Mareen Göbel finden alle angekündigten Autoren den Weg in die Denkerschmette:

 Nicole Rensmann beginnt mit der Einleitung,

gefolgt von Nina Winkler mit „Als Helden und Engel geboren“, jung, schüchtern aber sehr freundlich.

Matthias von Schramm liest „Zwillingstürme“.

Steve Comes sagt „Sie hatten alle Namen“.

Achim Friker folgt mit „Tannen und Käuze“

Elmar Gunsch sagt etwas zum „Atavismus“

Lieb und engagiert ernst ist Betty Schmidt mit „Sprichwortsalat“

Thomas Hundhausen, ein ortsansässiger Steinmetz, ein Vielkünstler sozusagen spricht von: „Tod einer Materie namens Mensch“

Und Angela Wagner beschließt mit: „Ein gemütlicher Abend!“ 

Achim Friker bringt alle zum Schmunzeln

Achim Friker liest "Tannen und Käuze" - (von links: Elmar Gunsch, Nina Winkler, Achim Friker, Angela Wagner, Thomas Hundhausen)

Bis es dazu kommt nimmt der Brummbass des wetterkartenmenschenlnden Elmar Gunsch den Raum ein. Das Volumen wird gepflegt mit Rotwein, ein bis oben geschlossenes Hemd verziert den edlen Wanst. Ich versuche möglichst unauffällig beim bestellen meines zweiten Glases Wassers meine Hand dem Manne zu reichen.  

„Gunsch!“, sagt er mit warmen Händedruck, verneigt sich kurz.

„Matthias von Schramm!“, sage ich.

„Aha – einer der Herausgeber!“, sagt er und lächelt weinselig. Ich bestelle mein Glas Wasser und stehle mich aus dieser Situation gleich wieder, bevor sie peinlich werden könnte. 

Ich begrüße meine alte Freundin Barbara. Leider fährt der letzte Bus gegen zehn, den sie wieder nehmen muss. Aber es wird reichen der Veranstaltung beizuwohnen. Schorsch hält mittlerweile unaufdringlich seine Kamera bereit, Fotos werden aber auch von Nicoles Vater gemacht. Kein Problem, denke ich. Wir nehmen für die Lesung Platz. Ich betrete den Raum, Applaus der jungen und alteingesessenen Remscheider beginnt den vollen Raum akustisch zu füllen. Dann merke ich, Elmar Gunsch folgt mir, abwiegelnd, dass er nur ein kleiner Teil des Projektes ist. Wir nehmen Platz, lächeln uns kurz an, eine überschaubare Meute von Reportern (es können zwei gewesen sein) nehmen Herrn Gunsch mit ihren Kameramonstern in Beschuss.

Die junge Pianistin Lisa Schulz übernimmt die musikalische Begleitung. Sie wird das außergewöhnlich beeindruckend tun, teilweise unterstützt von ihrem kleinen Bruder – ein echter Vierhänder dann.  

Der Bass neben mir mit seinem Rotweinglas sendet zunehmend Ruhesignale. Ein Mann mit Statur. Ähnlich wie einst Omar Cajjam. Einen Verhaspler habe ich in meinem Text, danach kühlt der Körper ein wenig ab. Applaus ordentlich. 

Höhepunkt gewiss aber mein Lieblingstext der Buches „Tannen und Käuze!“ Toll das ein Achim Friker kurz nach dem 11.9. zu Satire in der Lage war. Ich beneide diese Leistung schon ein wenig, da sie prinzipiell mein Genre berührt.  

Die Begeisterung über einen gelungenen Abend macht sich allenthalben breit. Nicole erntet per Blumengebinde den Dank von uns anderen Herausgebern für ihre Hartnäckigkeit. Angela Wagner betont eindringlich was alle denken: „Ohne Nicole hätte es „Gedanken im Sturm“ nie gegeben.“ Im Gegenteil, es hätte unsensibel „Trotz dem Terror“ oder ähnlich geheißen und wäre kein Buch geworden. Wir geben uns gegenseitig Autogramme in die Autorenexemplare, ernten solche von Elmar Gunsch. Er muss dann los, Richtung Herford. Zum Abschied sage ich ihm, wie sehr er mir die Ruhe gegeben hat. Er setzt seine warme Pranke väterlich auf meinen Oberarm und sagt: „Sie waren nervös? Hab ich gar nicht gemerkt – machen sie es gut mein Lieber!“

Moderation mit tiefem Bass: Elmar Gunsch

Elmar Gunsch moderiert - (von links: Nicole Rensmann, Steve Comes, Matthias von Schramm, Elmar Gunsch, Nina Winkler, Achim Friker) 

Nachdem Elmar Gunsch auch Nicole Rensmann geherzt hat, löst sich der für mich grandiose Autorenabend auf. Wir benötigen eine kurze Weile für 200 Kilometer Autofahrt nach Viersen. Das sind zwar 120 Kilometer mehr als normal Du, aber das war auch das einzige Verfahrene an diesem Abend. 

Nachts um halb zwei in Viersen angekommen erwarten uns Betis warme Frikadellen. Ich tauche in die zweite Isomattennacht. Ich denk an Euch und mich, alle die da waren und hab Hunger nach mehr bekommen.  

Beti und Schorsch sind wach, nun mal sehen was dieser Tag zu bieten hat. Das sage ich beim Blick zu den fleißigen gelb behelmten Arbeiterfreunden vor dem Fenster. 

31.08.2002 11:12:04

Geile Gengend hier

Übernächtigt am Bauzaun

Ich seh das eher gelassen

Spiegelbild des Autors vor der Sparkassenbaustelle

Ich will hier rein

Ein herrliches Panorama

Hottehüh

Kurz vor dem heim reiten.

Super - endlich bin ich Süchtelner Original

Ha ha - lachen erlaubt in Süchteln

 

Bin im Zug zwischen Duisburg und Bielefeld. Rückfahrt - Teilstück. Sehr schönes Wochenendticket, ha ha. Gut, sechs Stunden Viersen - Hamburg, da muss ich halt durch. Der Samstag war die Ruhe nach den „Gedanken im Sturm“, ein Tag zum ausschlafen, was ich nicht tat, aber Ruhe zwischen Kreuzworträtseln und Lesen danach zum Auslaufen. Zwischendurch mal telefoniert, Bericht gegeben zu Ninja und versucht in Betis Wohnung ins Netz zu kommen. Relativ vergeblich. Wenn dieser Schaden wieder repariert ist, ist wieder Hamburger Alltag für mich. Was willste machen? 

Dann eine Nacht versucht im Schlaf zu versinken, was nicht leicht war.  

Ich will diesen Samstag nicht streichen, weil er entspannend war, aber ich komme zu heute und zum Abschluss dieser Reise. Natürlich belohnte mich Schorsch mit der Ehre, bildlich in das berühmte Sparkassenprojekt eingebunden zu werden. Er fotografierte mich am Bauzaun, und dies ist ein besonderer Höhepunkt zu meiner bisherigen Wahrnehmung dieses Projektes. Denn ich gelte sicherlich als Fan dieser Arbeit, die Schorsch in ganz Süchteln zu einer kaum belästigten Berühmtheit machte. Obwohl er gemeinsam mit seiner Beti Plakate von Ronald Schill mutwillig zerstört und über den Bauzaun wirft. Schill hinter Gittern. Natürlich lachen wir uns über diese demonstrative Plattheit kaputt. Wir sind schließlich Demokraten. 

Am PC poppe ich Schafe. Ich knacke die Bestenliste und setzte mich auf Platz eins. Ein sehr schönes Spiel. Einen Zusammenhang zu der Beseitigung von Schill - Plakaten herzustellen, wäre durchaus gewagt.  

Nicole bekommt von mir die Abschluss SMS dieser Reise, zum Blumengebinde von Freitag noch einen Gruß. Der Zug hier ist voll und ich klemme mich in die Enge zweier Sitzreihen, der bedeckte Himmel verhindert, dass ich den Screen nicht sehen kann. Aber ich schreibe mir eh noch auf einer Wolke der Betäubung blind Gedanken von der Seele. 

Anhand der Reaktionen auch dieser Umgebung sehe ich wie wenig ungewöhnlich ich bin. Das ist ganz gut; so tauge ich in dieser Hinsicht doch zum Autor, denn wenig ungewöhnliche Leute finden sich ja oft im Schreiben. Manchmal finden sie sich auch dort wieder. Vielleicht gelingt es mir, mich daheim wieder einzusammeln.

 

01.09.2002 13:20:02

 

Fotos: Schorsch Rikken

 

MVS Newsletter

 

Alle Rechte dieser WWW Sites copyright © 2002/2003

bei Webmaster :Matthias von Schramm